Über Studio-SB

 

Das Studio

Das Atelier ist in der alten Lego-Fabrik in Baar, ZG.

das bin ich

Mein Professional Scrum Master Profilfoto. Ein bisschen zu professionell für diese Webseite. 


Ich lasse mich ungern fotografieren, mache aber liebend gern Fotos.

Meine Geschichte


Studio SB ist eine Ein-Personen-Design- und Fertigungspraxis mit Sitz im Kanton Zug, Schweiz.

Meine Grundlage liegt in der klassischen Malerei, in der ich als Protégé unter Federico Aguilar Alcuaz ausgebildet wurde. Diese Atelierausbildung prägt bis heute mein Verständnis von Komposition, Struktur und der stillen Disziplin im Umgang mit Materialien.

Vor der Gründung des Studios war ich in den Bereichen Grafikdesign und Bildung tätig. Heute bewegt sich meine Arbeit zwischen diesen Welten – klassisches künstlerisches Denken, kombiniert mit zeitgenössischen digitalen Werkzeugen und modernen Fertigungsprozessen.

Im Studio arbeite ich derzeit vorwiegend mit Leder und Seide. Die Materialien wähle ich nach ihrer Integrität und ihrer Fähigkeit, mit der Nutzung zu altern, anstatt statisch zu bleiben. Einige Seiden werden direkt im Atelier von Hand bemalt, wodurch jedes Objekt eine unmittelbare künstlerische Geste in sich trägt.

Meine Beziehung zu Leder begann in der Kindheit, während eines Besuchs in einer Sattlerei mit meinem Grossvater. Zu beobachten, wie Leder für einen Gebrauchssattel geformt wurde, hinterliess einen bleibenden Eindruck: Materialien, die benutzt, repariert und über lange Zeit begleitet werden.

Studio SB führt diese Haltung weiter. Objekte entstehen durch sorgfältige Prototypenarbeit und werden in kleinen Serien im Atelier gefertigt. Materialkombinationen werden nicht wiederholt, sodass jedes Stück als eigenständige Komposition existiert.

Diese Arbeit dreht sich nicht um Luxus oder Trends.

Sie entsteht aus dem Anspruch, brauchbare Objekte mit Geduld, Respekt vor dem Material und der Überzeugung zu schaffen, dass Alltagsgegenstände eine künstlerische Präsenz tragen können.


Material und Verantwortung

Leder ist ein komplexes Material. Ich persönlich konsumiere kein Fleisch von Säugetieren, arbeite jedoch mit Leder, da es als Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie bereits existiert.

Anstatt dieses Material ungenutzt zu lassen, verarbeite ich es zu Objekten, die auf eine Nutzung über Jahrzehnte ausgelegt sind. Für mich bedeutet dieser Ansatz, die Realität des Materials anzuerkennen und ihm durch sorgfältige Verarbeitung und Langlebigkeit gerecht zu werden.

Die Haltbarkeit und die Fähigkeit von Leder, würdevoll zu altern, ermöglichen eine deutlich längere Nutzung als bei vielen synthetischen Alternativen. Im Studio gilt ein einfacher Grundsatz: Wenn ein Material bereits existiert, sollte es bewusst und sinnvoll eingesetzt werden.

Mit Leder zu arbeiten bedeutet, diese Verantwortung zu akzeptieren und anzunehmen..


Arbeitsweise

Die Objekte von Studio SB entstehen in einem fortlaufenden Prozess aus Entwurf, Prototyping und Verfeinerung. Während dieser Entwicklung kann eine Form nur wenige Male erscheinen, bevor das Studio zur nächsten Iteration übergeht.

Während die grundliegende Struktur eines Designs in dieser Phase vereinzelt wieder auftauchen kann, werden Materialkompositionen nicht wiederholt. Jedes Objekt gehört somit zur Studio-SB-Serie und bleibt zugleich eine eigenständige Komposition – einmal gefertigt und in dieser Form nicht reproduziert.


Blick in die Zukunft

Keine Praxis ist perfekt, aber Verbesserung ist immer möglich. Im Studio verfolge ich kontinuierlich das Ziel, bessere Materialien und nachhaltigere Ansätze zu finden.

Ein Teil dieses Anspruchs besteht darin, aktiv nach innovativen Alternativen zu Leder zu suchen, die meinen Anforderungen an Langlebigkeit, Sicherheit und handwerkliche Qualität entsprechen.

Jedes Material muss dabei strenge Kriterien erfüllen: Es soll eine mit Leder vergleichbare Haltbarkeit aufweisen, sich für das Laserschneiden eignen und hohen ökologischen sowie ethischen Standards genügen. Ich habe mit Kork und weiteren pflanzenbasierten Materialien experimentiert. Diese zeigen Potenzial, erfüllen jedoch bislang nicht die Anforderungen meiner Arbeit.

Mit neuen Entwicklungen bleibt die Bereitschaft, Materialien erneut zu prüfen und zu testen. Ziel ist es, Lösungen zu finden, die Qualität und Langlebigkeit gewährleisten und gleichzeitig nachhaltigere Wege eröffnen.

Durch kontinuierliche Auseinandersetzung und Anpassung sehe ich die Möglichkeit, eine bewusstere Zukunft für handwerkliche Objekte zu gestalten.

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